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Publiziert am:

4. Februar 2023

Wann lohnt sich Dreifachverglasung?

Die Zweifachverglasung ist bei Fenstern heute Standard. Moderne Anforderungen an die Wärmedämmung ließen sich mit Einfachverglasung nicht mehr erfüllen. Zunehmend gibt es mittlerweile aber auch Fenster mit einer Dreifachverglasung in Häusern und Wohnungen. Wann sollte man sie der Zweifachverglasung vorziehen? 

Sind Dreifachverglasungen sehr viel teurer?

Die Frage, wann dreifach verglaste Fenster im Vergleich zur zweifachen Variante die bessere Wahl sind, lässt sich nicht ohne Blick auf Preisunterschiede entscheiden. Um wie viel Euro sind die dreifach verglasten Varianten teurer? Das hängt unter anderem von der Größe der Fenster und damit der benötigten Scheiben ab. Bei 500 x 500 Millimeter  großen Fenstern liegt der Preisunterschied bisweilen nur bei etwas über zehn Euro, wenn die Fenster ansonsten gleich ausgestattet sind. Mit zunehmender Scheibengröße steigt der Preisunterschied teils deutlich an und kann beispielsweise bei 30 Euro oder bei deutlich mehr liegen. Dafür ist die Wärmedämmung aber eine bessere. 

Ein paar Worte zur Wärmedämmung

Mehr über durchschnittliche Wärmedammwerte (U-Werte) von Fenstern verrät die Broschüre „Mehr Energie sparen mit neuen Fenstern“ aus 2021. Sie stammt von den beiden Organisationen Verband Fenster + Fassade (VFF) und Bundesverband Flachglas (BF). Der Broschüre zufolge lag der durchschnittliche U-Wert von Fenstern mit Zweischeiben-Wärmedämmglas zum damaligen Zeitpunkt im Gebäudebestand bei 1,5 W/(m2K). Fenster mit Dreischeiben-Wärmedämmglas kamen dagegen auf 1,1 W/(m2K). Modernste Varianten beider Fenster erreichen aber auch niedrigere Werte. So kommen neue zweifach verglaste Fenster bisweilen auf U-Werte wie 1,1 W/(m2K) und einige dreifach verglaste Varianten unterschreiten die Marke von 1W/(m2K) deutlich. 

Beim Neubau lohnt sich Dreifachverglasung häufig

Bei einem Neubau lohnen sich die Mehrkosten für eine Dreifachverglasung sehr häufig. Bisweilen sind zweifach verglaste Fenster hier auch gar keine Alternative. Wer etwa Fördergelder (beispielsweise von der KfW-Gruppe) für den Bau eines besonders energieeffizienten Hauses anstrebt, wird selbst die Mindestanforderungen kaum mit einer Zweifachverglasung erreichen. 

Bei einem möglichen Fenstertausch im Altbau kommt es darauf an, wie die bisherige Verglasung aussieht. Ein Austausch von noch nicht allzu alten Fenstern mit einer Zweifachverglasung durch neue dreifach verglaste Fenster lohnt sich oft nicht. Die Zweifachverglasung ist meistens ausreichend gut und es würde relativ lange dauern, bis sich die Kosten für neue Fenster und die Montage amortisieren. Sind die doppelt verglasten Fenster allerdings bereits alt oder so sehr defekt, dass sich eine Reparatur nicht lohnt, kann die Dreifachverglasung wieder zu einer interessanten Option werden.   

Einfachverglasung sollte ausgetauscht werden

Bei Fenstern mit Einfachverglasung sowie bei Verbund- oder Kastenfenstern sieht die Sache anders aus. Die Einfachverglasung verschwindet zwar langsam aus deutschen Immobilien. Allerdings gab es laut der oben zitierten VFF-BF-Broschüre 2020 immerhin noch elf Millionen Fenstereinheiten mit Einfachverglasung in Deutschland. Eine Fenstereinheit entspricht einem Fenster mit den Maßen 1,3 mal 1,3 Metern (=1,69 m²). Darüber hinaus gab es bei den Verbund- und Kastenfenstern sogar noch 39 Millionen Fenstereinheiten sowie 185 Millionen Fenstereinheiten mit unbeschichtetem Isolierglas. Auch bei ihnen kann es sich lohnen, sie durch Fenster mit Dreischeibenglas zu ersetzen. 

Erfahren Sie bei einem Besuch der Kroiher Türen- und Fensterausstellung in Raubling (Landkreis Rosenheim) noch mehr über moderne Fenster.