20. Februar 2025
Car-Port bauen: Was baut man da eigentlich?
Das Wort Carport besteht aus den beiden englischen Wörtern „car“ (Auto) und „port“ (Hafen) und wer einen Car-Port bauen lässt oder baut, lässt im übertragenen Sinne einen sicheren Hafen für ein Fahrzeug oder mehrere Fahrzeuge entstehen. Ein Carport ist keine Garage, aber auch nicht immer ein Unterstand mit vier freien Seiten. Es gibt mehr Möglichkeiten für das Carportdesign und einige von ihnen stellt der folgende Artikel vor.
Der Car-Port: eine Definition!
Wer einen Car-Port bauen lässt, möchte mindestens ein parkendes Fahrzeug mit ihm schützen: beispielsweise ein oder mehrere PKW oder ein PKW und zwei Motorräder oder ein PKW und ein Wohnmobil. Definitionen für ein Carport findet man in den Garagen- und Stellplatzverordnungen der Bundesländer. In der bayerischen Variante heißt es in Paragraf 1, Absatz 1 unter anderem:
„Stellplätze mit Schutzdächern (Carports) gelten als offene Garagen.“
Offene Garagen werden im selben Absatz definiert als „Garagen, die unmittelbar ins Freie führende unverschließbare Öffnungen in einer Größe von insgesamt mindestens einem Drittel der Gesamtfläche der Umfassungswände haben“. Wer einen Car-Port bauen möchte, kann ihn also durchaus mit Seitenelementen versehen, ohne dass das Bauwerk den Status als Carport verliert. Mit vier Außenwänden und einem Tor, das die Ausfahrt verschließen kann, wird der Carport dagegen zu einer Garage.
Für den Carport und die Garage gelten teils unterschiedliche Regeln. Das zeigt wiederum die bayerische Garagen- und Stellplatzverordnung, beispielsweise in Paragraf 8, Absatz 1:
„Zwischen Garagen und anders genutzten Gebäuden sind feuerbeständige Trennwände erforderlich. Für geschlossene Kleingaragen einschließlich Abstellräumen mit nicht mehr als 20 m2 Grundfläche genügen Wände, die feuerhemmend sind oder aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen... Satz 1 gilt nicht für offene Kleingaragen.“
Das bedeutet: Die rechtlichen Auflagen können steigen, wenn man eine Garage und keinen Car-Port bauen lässt.
Car-Port bauen: viele Varianten sind möglich
Wer einen Car-Port bauen lässt, kann sich für viele Varianten entscheiden. Zu ihnen gehören neben den bereits erwähnten Unterschieden in der Größe, die sich auch aus einer Kombination von Abstellraum und Carport ergeben können, zum Beispiel:
- Materialien
Man kann sich für Carports aus Holz entscheiden, kann aber auch einen Aluminium- oder Stahl-Car-Port bauen. Jede Variante hat ihre Vor- und Nachteile, wobei wir bei Kroiher auf Stahl-Carports setzen. Die Gründe haben wir hier in anderen Texten aufgeführt. - Farbe
Einen Stahl-Carport gibt es im Metalldesign ohne eine färbende Lackierung, aber auch in zahlreichen Farbvarianten. Das lässt viel Freiraum, um sich kreativ zu entfalten. Achten muss man nur darauf, ob der Bebauungsplan Regeln vorgibt, die man mit einer allzu gewagten Farbgebung brechen könnte. - Seitenelemente
Die einfachste Variante des Carports besteht aus zwei Pfählen und einem daran befestigten freischwebenden Dach. Man kann allerdings auch ein Car-Port bauen, das mit bis zu drei Seitenelementen zusätzlichen Schutz für die Fahrzeuge bietet. Wiederum gilt: Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. - Dachform
Flachdach, Bogendach, Gründach, Solardach: Bei der Dachform gibt es ebenfalls Varianten, die Optik und Funktion des Daches beeinflussen.
Die Fachleute aus dem Kroiher-Team helfen Kunden gerne dabei, aus den vielen Möglichkeiten die für sie beste herauszusuchen.